Trockeneis aus der Biogasanlage: FREISINGER produziert direkt an der Quelle
Neue Fertigung direkt an der Biogasanlage
Die Gas & Technik FREISINGER GmbH & Co KG hat in Margarethen am Moos (NÖ) einen neuen Produktionsstandort für Trockeneis in Betrieb genommen. Unter der Bezeichnung „MaM“ fertigt das Unternehmen dort unmittelbar neben der Biogasanlage der EVM Energie Versorgung Margarethen am Moos, die laut Unternehmensangaben zu den größten und modernsten Anlagen ihrer Art in Österreich zählt.
CO₂ direkt aus der Biogasaufbereitung
Besonders die Rohstoffquelle des neuen Standorts ist von Interesse: FREISINGER gewinnt das für die Trockeneisproduktion nötige CO₂ direkt vor Ort an der Biogasanlage. „Wir produzieren dort direkt an der Rohstoffquelle und benötigen keinen Tankwagen, der uns den Rohstoff CO₂ bringen muss“, erklärt Geschäftsführer Thomas Freisinger. Dadurch entfallen Lieferverkehr und Wartezeiten, zudem sei man „komplett unabhängig von anderen Industriegaskonzernen“. Das in Deutschland bereits erprobte Geschäftsmodell wird damit erstmals auch in Österreich in dieser Form umgesetzt – in Margarethen am Moos gehören die Trockeneismaschinen dem Unternehmen selbst.
Vielseitige Anwendungen, gute Lage
Abnehmer für das Trockeneis aus Margarethen am Moos finden sich unter anderem in der Lebensmitteltransport- und Pharmalogistik sowie bei Reinigungsbetrieben, die auf Trockeneisstrahlen setzen. Die Nähe zum Flughafen Wien-Schwechat, wo zahlreiche Unternehmen für den Kühlgut-Versand per Luftfracht auf Trockeneis angewiesen sind, gilt als zusätzlicher Standortvorteil.
Qualitätssicherung im Fokus
Parallel zum Ausbau der Produktion investiert FREISINGER in die Qualitätssicherung: Für alle österreichischen und deutschen Standorte wird eine ISO9001-Zertifizierung angestrebt, ein eigens engagierter Chemiker überwacht als Qualitätsmanager die Gasqualität.
Standort mit doppelter Funktion
Der neue Standort dient bereits jetzt auch als Filiale, in der Kund:innen Trockeneis selbst abholen können – als fünfter Standort neben Wien, Wiener Neustadt sowie Iserlohn und Helmstedt in Deutschland. Das Unternehmen selbst sieht sich damit als Vorreiter: Man sei „in Österreich nun auch First-Mover mit Trockeneis-Produktion direkt an der Rohstoffquelle beziehungsweise Biogasanlage“, so FREISINGER.
Fazit
Das Beispiel FREISINGER zeigt, wie sich im Umfeld bestehender Biogasanlagen neue, ergänzende Geschäftsfelder entwickeln können – hier durch die direkte Nutzung von CO₂ aus der Biogasaufbereitung für die Trockeneisproduktion. Für die heimische Biogasbranche ist das ein anschauliches Beispiel dafür, welches Wertschöpfungspotenzial rund um bestehende Anlagen noch liegt.
Nähere Informationen: www.trockeneis-online.com

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