VFI-Ölmühle revolutioniert Energiegewinnung aus Reststoffen

VFI-Ölmühle revolutioniert Energiegewinnung aus Reststoffen

Erstellt von Michaela Schimon in News 14 Mrz 2024

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler besuchte die innovative Anlage in Ennsdorf

 

Die VFI-Ölmühle in Ennsdorf an der Donau (NÖ) hat eine wegweisende Investition getätigt: Eine neue Ölmühle wurde mit einer Bio-Fermentationsanlage zur Energieerzeugung aus Reststoffen ausgestattet.Diese bahnbrechende Maßnahme, mit einem Investitionsvolumen von über 30 Millionen Euro, markiert einen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte von VFI Oils for Life.

 

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler besuchte die Anlage, um sich über das innovative, nachhaltige Energiekonzept zu informieren. Projekte wie dieses zeigen deutlich, wie Unternehmen durch Innovationen nicht nur zum Klimaschutz beitragen können, sondern auch ihre Marktposition stärken. “Für die Umsetzung unserer Klimaziele sind innovative Unternehmen wichtige Partner. Mit ihren Projekten gelingt es, den Weg in eine neue klimafitte Zukunft zu gehen. Ich freue mich, dass immer mehr Unternehmen und ihre Mitarbeiter:innen Teil der Energie- und Klimawende sein wollen. Und ich freue mich, so spannende Projekte wie hier bei VFI Oils for Life in Ennsdorf zu sehen“, betonte Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

 

Die neue Ölmühle in Ennsdorf setzt auf eine revolutionäre Energieversorgung durch eine neuartige Trockenfermentationsanlage. Diese Anlage fermentiert Sonnenblumenschalen, Siloausputz, Rückstände aus der Pflanzenöl-Raffinerie und andere pflanzliche Reststoffe zu Biogas, das dann in der Ölpresse zur Energiegewinnung genutzt wird. „Es handelt sich um die weltweit erste Ölmühle, die mit dieser innovativen Technologie ausgestattet ist“, erklärt Florian Rauch, Geschäftsführer der VFI und Initiator des Projekts.

 

Dank des neuen Energiekonzepts kann sich die Ölmühle Ennsdorf zu etwa 70% selbst mit Energie aus eigenen Abfällen versorgen (80% bei elektrischer Energie und 50% bei Wärmeenergie). Im Vergleich zu einem Betrieb mit Erdgas ermöglicht diese Anlage bei voller Auslastung jährliche Einsparungen von bis zu 3000 Tonnen fossilem CO2. Besonders erfreulich ist, dass die Technologie aus Österreich stammt: Die Trockenfermentationsanlage wurde von Müller Umwelttechnik aus Weibern/OÖ entwickelt, während die benötigte elektrische Energie und Wärme von einem Blockheizkraftwerk von Jenbacher aus Tirol erzeugt wird.

Foto: Cajetan Perwein

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