Abfallwirtschaft

Mit rund 350 Anlagen in Österreich und einer Kapazität von 300.000 t biogener Materialien wird die Bedeutung der dezentralen Kompostierung biogener Abfälle dokumentiert. Verwertungssicherheit, regionale Wertschöpfung, kontrollierbare Kosten für die Kommunen und überschaubare Verwertungseinheiten lassen sich als wesentliche Vorteile darstellen.

 

Die Überantwortung dieser als volkswirtschaftlich notwendig und ökologisch sinnvoll erkannten Aufgabe der Kompostierung von organischen Abfällen an Landwirtschaftliche Betriebe ergibt sich konsequent aus folgenden Überlegungen:

  • Die Kompostierung als Humifizierung organischer Rohstoffe (Aufbau von Dauerhumusformen) ggf. unter Zusatz von Zuschlagstoffen (Gesteins-, Tonmehle, Kalk), und Hilfsmitteln (biologisch-dynamische oder Bakterienpräparate) ist traditionell geübte Praxis.
  • Der Landwirt erzeugte die Komposte zum überwiegenden Teil für die Anwendung auf den eigenen Flächen und ist daher a priori in besonderem Maße mit der Qualitätsentwicklung vom übernommenen Ausgangsstoff bis zum fertigen Kompost verbunden.
  • Die unmittelbare landwirtschaftliche Verwertung (sogenannte Eigenanwendung) schafft eine hohe Verwertungssicherheit (siehe Grundsätze zur Abfallverwertung § 1(2) 2. AWG: „Abfälle sind zu verwerten, sofern….ein Markt für die gewonnenen Stoffe … vorhanden ist oder geschaffen werden kann“).
  • Geringe Transportwege durch regionale, kleinräumige Anlagenstruktur
  • Teilweise Auslastung vorhandener Maschinen am Betrieb oder überbetrieblich

 

Mittlerweile haben sich die seinerzeit „kleinen“ Kompostierungen zu professionellen Abfallbehandlungsanlagen entwickelt welche als landw. Nebengewerbe oder als eigenes Unternehmen geführt werden.

 

Viele Ausgangstoffe werden über den Weg der Kompostierung nutzbar gemacht. Neben Wirtschaftsdüngern werden auf unseren Kompostanlagen vor allem Bioabfälle wie Haushalts- und Küchenabfälle, Gemüsereste, Obstreste, Speisereste und Grünabfälle wie Rasen- und Strauchschnitt, Stroh aber auch Schlämme aus kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen wie auch Schlämme aus der Lebens- und Futtermittelproduktion als Ausgangsmaterialien für verschiedenste Komposte eingesetzt.
Kompostieren kann man unter Berücksichtigung einer richtigen Ausgangsmischung natürlich alle organischen Materialien.
(siehe dazu die Stofflisten unter Gesetze und Regelwerke)