Requiem für das Plastiksackerl

Requiem für das Plastiksackerl

Erstellt von Silke Pöstinger in News 03 Sep 2018

Ein Bündnis für das österreichische Bio-Kreislauf-Sackerl sieht Italien und und Frankreich im Verbot von Kunststoffsackerln als Vorbild

Obmann Hubert Seiringer stand dem STANDARD Rede und Antwort. Das Interview führte Mag. Günther Strobl.

 

Italien und Frankreich haben bereits die Ausgabe von Plastiksackerln untersagt. In Chile wird bis Februar nächsten Jahres ebenfalls an dem Verbot gearbeitet. In Österreich allerdings formiert sich gerade ein Widerstand gegen die freiwillige Vereinbarung, die der frühere Umweltministers Andrä Rupprechter mit dem Handel geschlossen hat.

 

Obmann des KBVÖ, Hubert Seiringer, meint dazu, dass die Mischform (bestehend aus Plastiksackerln, Knotenbeuteln und biologisch abbaubaren Sackerln) suboptimal ist, da sich der Konsument nicht mehr auskennt. Der einzig vernünftige Weg ist das Totalverbot von Plastiksackerln und nur noch biologisch abbaubare Einwegtaschen.

 

Das Bündnis für das österreichische Bio-Kreislauf-Sackerl, dem eine Vielzahl an namhaften Interessensvertretungen angeschlossen sind, hat eine Petition gestartet, die knapp 9.000 Personen bereits unterschrieben haben. „Es gibt kaum Vergleichbares, wo mit so wenig Aufwand so große Umwelteffekte erzielbar sind“, so Seiringer.

 

Alle, in Zukunft, in den Verkehr gebrachten Knotenbeutel und Plastiksackerln sollten nach der Europäischen Norm EN 13432 produziert werden. Diese sind garantiert biologisch abbaubar. Die Knotenbeutel sollten zudem mit der Aufschrift „Das österreichische Bio-Kreislauf-Sackerl“ beschriftet werden, damit auch der Konsument weiß, dass dieses samt Bioabfall in die Biotonne darf. „Bisher hat der politische Wille gefehlt. Das ändert sich hoffentlich“, schließt Seiringer.

 

Hier gehts zum Artikel als PDF. Hier der Link des Artikels auf derStandard.at: https://derstandard.at/2000086232929/Oeko-Buendnis-formiert-Widerstand-gegen-Plastiksackerl

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