 |
Vor der Verwertung steht die Vermeidung
Weggeworfene Lebensmittel sind unter anderem als Abfall ein Ausgangsprodukt für die Kompost- und Biogasproduktion. Aber sollten wir Lebensmittel nicht essen anstatt zu entsorgen?
Die Wiener Tafel – Brücke zwischen Überfluss und Mangel
|
Lebensmittelvernichtung
- eine ökologische und soziale Herausforderung
Die Wiener Tafel – Brücke zwischen Überfluss und Mangel
Mag. Martin Haiderer, Geschäftsführer der Wiener Tafel
Allein in Österreich landen jährlich geschätzte 70.000 Tonnen Genuss tauglicher Lebensmittel im Müll – nicht weil sie verdorben sind, sondern weil unsere Wohlstandsgesellschaft Überschüsse produziert. Während die Müllberge wachsen und die Umwelt belasten, sind immer mehr Menschen von Armut betroffen und finden mit ihrem Einkommen kein Auskommen mehr.
Rund ein Viertel des Abfalls in österreichischen Biotonnen setzt sich aus einwandfreien Nahrungsmitteln in Originalverpackung zusammen.
Diese erschreckende Bilanz macht deutlich, wie ineffizient wertvolle Rohstoffe verwendet werden.
Bereits jetzt fallen in der Europäischen Union jährlich zwischen 118 und 138 Millionen Tonnen Bioabfall an, von denen rund 88 Millionen Tonnen aus Siedlungsabfällen kommen. Bis 2020 soll das Aufkommen voraussichtlich um weitere 10 % steigen.
Das zukunftsträchtige und wachsende Netz an lokalen Biogas-Anlagen bietet eine ökologische und ressourcenfreundliche Alternative. Es nutzt lokale Strukturen und folgt glaubwürdig dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft.
Versorgen statt entsorgen!
Doch es gibt noch eine andere sinnvolle Alternative, die erst gar nicht aus Lebensmitteln Müll werden lässt und auch den sozialen Nachhaltigkeitsaspekt mit berücksichtigt:
Die Wiener Tafel sammelt mittels rund 150 ehrenamtlicher Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen täglich mehrere Tonnen hochwertiger Lebensmittel ein, die sonst vernichtet würden. Der Umwelt- und Sozialverein holt diese Produkte ab und versorgt damit umgehend rund 9.000 armutsbetroffene Menschen in Wien über ein dichtes Netz an sozialen Institutionen (Mutter-Kind-Heime, Obdachlosenherbergen oder Flüchtlingsasyle). Damit gelangen die Waren binnen weniger Stunden direkt dorthin wo sie am dringendsten benötigt werden. Die Landwirtschaft, Industriebetriebe oder der Handel stellen diese Produkte unentgeltlich zur Verfügung. Sie ersparen sich dadurch die Entsorgungskosten, entlasten ihre Lagerbestände und beweisen soziales Engagement. Für die Finanzierung der Logistik ist die Wiener Tafel ist als unabhängiger und gemeinnütziger Verein auf Spenden angewiesen.
Wiener Tafel – Verein für sozialen Transfer
Simmeringer Hauptstraße 2-4
1110 Wien
T: +43 1 236 56 87
F: +43 1 236 56 87-9
E:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
I: www.wienertafel.at
Spendenkonto:
Erste Bank
BLZ 20 111
Konto Nr.: 3100 530 3005
Spenden-SMS: 0664 660 03 65
<< zurück
|