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Magnetabscheider: Gerät, das Eisenmetall aus einem Stoffgemisch abtrennt

Mechanisch-biologische Abfall(vor)behandlung (MBA): Physikalische Aufbereitung und aerobe oder anaerobe Behandlung von Abfällen. Ziel ist die Massenreduktion bzw. die Herstellung eines emissionsarmen Materials zur Ablagerung. Siehe auch Deponieverordnung

Mechanische Sortierung:
Separierung von Stoffen aus einem Materialgemisch mit technischen Hilfsmitteln

Mesophile Phase:
Biotechnologische Prozessphase, in einem Temperaturbereich von etwa 25 °C bis 45 °C, in dem mesophile Mikroorganismen optimale Lebensbedingungen vorfinden

Mesophiler Mikroorganismus: Mikroorganismus, der sich im Temperaturbereich von 10 °C bis 45 °C entwickelt und sein Temperaturoptimum zwischen 25 °C und 45 °C findet

Methan (CH4): ist ein farbloses, geruchloses, ungiftiges Gas, das zu Kohlendioxid und Wasser verbrennt. Der Hauptbestandteil von Erdgas, Biogas, Deponiegas und Klärgas und entsteht bei allen organischen Gär- und Zersetzungsprozessen.

Methanbildunspotenzial: spezifisch gebildete Methanmenge in Liter pro Kilogramm organischer Trockensubstanz erfast unter definierten Untersuchungsbedingungen

Mietenkompostierung:
Rotte von Kompostrohstoffen in Form von Kompostmieten

Mikrobiologische Umsetzung: Biologische Abbau-, Umbau- und Aufbauprozesse von organischen und anorganischen Verbindungen

Mikroorganismus:
Kleinlebewesen, wie zB Bakterie, Alge, Pilz

Mineralischer Stickstoff:
Summe aus NO3-N und NH4-N (in mg je kg TM)

Mineralisierung: Prozess des Abbaus organischer Substanz und damit verbundene relative Erhöhung des Mineralstoffanteils

Mischaggregat:
Gerät zur Mischung von Stoffen

Mischprobe: Zwei oder mehrere Einstiche/Teilproben, die in geeigneten Anteilen vermischt werden – entweder einmalig oder fortlaufend – (vermengte Mischprobe) von der der Durchschnittswert einer interessierenden Eigenschaft erhalten werden kann

Mitglieder: Kompostanlagenbetreiber, die sich einer Überprüfung durch eine Qualitätssicherungsorganisation (QSO) unterziehen

Monocharge:
Abgegrenzte Anlieferung einer Abfallcharge, die eindeutig einem Ausgangsmaterial zugeordnet werden kann

Mulch:
Frisches bzw. angerottetes organisches Material, das auf der Oberfläche eines Bodens aufgebracht wurde

Mulchen, Flächenkompostierung:
Abdecken des Bodens mit Mulch. Ziel ist u. a. die Erosionsminderung, die Unkrautunterdrückung, die Beeinflussung des Wasserhaushaltes oder des Bodenlebens.

Müll-Klärschlammkompost (MKK): Endprodukt der Müll-Klärschlamm-Kompostierung

Müll-Klärschlamm-Kompostierung:
Aerobe Behandlung ausschließlich von Restmüll und von Klärschlamm

Müllkompost: Endprodukt der Müllkompostierung

Müllkompostierung: Aerobe Behandlung ausschließlich von nicht getrennten Abfällen (Restmüll)

Nachlagerung, Reife: Abschließender Prozessabschnitt der biologischen Abfallbehandlung, bei dem überwiegend Humifizierungsprozesse unter Einbindung noch verfügbarer Stickstoffverbindungen ablaufen. Während dieser Phase sollte die Pflanzenverträglichkeit erreicht werden.

Nachwachsende Rohstoffe (NAWARO): pflanzliche Produkte, die chemisch-technisch oder energetisch genutzt werden können

Nachrotte: Rottephase, in der die bereits verlangsamt ablaufenden Abbauvorgänge durch Um- und Aufbauprozesse ergänzt werden. Bei fortgesetztem Zelluloseabbau erfolgt hier die Bildung stabiler Huminstoffe. Der Sauerstoffverbrauch, die Wärme- und Geruchsentwicklung sowie die Prozesswasserbildung gehen deutlich zurück.

Nährstoffe: Sind Nahrungsbestandteile, die zum Aufbau und zur Erhaltung von Körpersubstanz, zur Energielieferung und zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen ständig mit der Nahrung zugeführt werden.

Nassvergärung:
anaerobe Behandlung bei TM Gehalten < 20% im Fermenter

Natürliche Belüftung: Luftversorgung von Kompostmieten durch Konvektion oder Diffusion

Nennleistung [kW]: Als Nennleistung wird die vom Hersteller abgegebene max. Leistung einer Maschine (BHKW) bezeichnet.

Nutzenergie: ist die Energie, wie sie vom Endverbraucher genutzt werden kann. Es ist die Energie, wie sie nach der letzten Umwandlung, in den Geräten der Verbraucher zur Verfügung steht. Sie wird aus der Endenergie gewonnen. Es entstehen Verluste z.B. infolge der Wärmeabgabe einer Glühbirne für die Erzeugung von Licht.

Oberboden: Mit lebender und toter organischer Substanz angereicherter oberer Mineralbodenbereich (in der Regel A-Horizont)

Obligatorische Kennzeichnung: Bezeichnung für produktbezogene Angaben, die auf Verpackung, Etikett oder in den Begleitpapieren verpflichtend enthalten sein müssen

Offener Anlagenteil:
Anlagenteil ohne vollständige Umbauung

Offenes System:
Ausgestaltung der Verfahrenstechnik zur Behandlung von Abfällen in Form von offenen Anlagenteilen

Optionale Kennzeichnung: Bezeichnung für produktbezogene Angaben, die auf Verpackung, Etikett oder in den Begleitpapieren auf freiwilliger Basis enthalten sein können

Organische Substanz: Anteil der Kohlenstoffverbindungen einer Probe, die frei von Wasser und anorganischer Substanzen ist

Organische Trockensubstanz (oTS): Die organische Trockensubstanz eines Stoffes umfasst seine organischen Bestandteile, die nach vollständigem Wasserentzug und Abzug mineralischer Bestandteile verbleibt. Der oTS-Gehalt wird durch Veraschung bei 550-600°C als Glühverlust ermittelt.

Organischer Gesamtstickstoff (Norg):
Differenz aus Gesamtstickstoff und mineralischem Stickstoff (angegeben in % TM)

Organisches Material: Substanz belebten Ursprungs (Mensch, Tier, Pflanze)

Partie, Charge: Produktmenge, die nach demselben Prozess unter denselben Bedingungen hergestellt und auf gleiche Weise beschriftet ist und der dieselben Eigenschaften zugesprochen werden

Pasteurisierung: Wärmebehandlung zur Inaktivierung pathogerner Mikroorganismen bei einer Temperatur < 100°C (meist 80°C)

Pathogener Mikroorganismus: Mikroorganismus, der bei Pflanzen, Tieren oder Menschen Krankheiten herbeiführen kann

Peak-Shaving: Das Peak-Shaving-Konzept sieht vor, die Erzeugung dezentraler Anlagen in Zeiten einer hohen elektrischen Gesamtlast zu erhöhen, um die durch konventionelle Kraftwerke zu deckende Last zu reduzieren.

Perkolat: mit Methanbakterien versetzte Flüssigkeit

Perkolation: Durchfließen von Wasser durch ein festes Substrat

Pflanzenverträglichkeit:
Positive oder neutrale Wirkung eines Substrates auf das Pflanzenwachstum und die Pflanzenentwicklung

Pflanzenverträglichkeitstest, Keimtest:
Untersuchungsmethode zur Ermittlung der Wirkung eines Substrates auf Keimung und Wachstum von ausgewählten Testpflanzen gegenüber jener eines Vergleichssubstrates

Pflege von Freizeitanlagen, Kinderspielplätzen, Sportstätten: Aufbringen von Kompost an der Oberfläche, ohne diesen in den Oberboden einzuarbeiten

pF-Wert:
Wasserspannung in cm Wassersäule angegeben als dekadischer Logarithmus

Phasen des Rotteprozesses: Abschnitte eines kontinuierlich ablaufenden Vorganges, bei dem im Wesentlichen in Abhängigkeit vom erzielten Abbau zwischen Hauptrotte (Intensivrotte), Nachrotte und Nachlagerung (Reife) unterschieden wird, wobei aber keine exakte Abgrenzung zwischen den einzelnen Rottephasen möglich ist

Presswasser:
Wasser, das vor allem durch die mechanischen Einwirkungen beim Sammeln und Lagern feuchter biogener Abfälle anfällt

Primärenergie: Unter "Primärenergie" versteht man Energie in ihrem Ursprung. Diese ist technisch noch nicht aufbereitet. Beispiele: Rohöl, Kohle, Uran, Solarstrahlung, Wind

Probabilistische Probenahme:
Probenahme, die entsprechend den statistischen Grundsätzen der Probenahme durchgeführt wird. Der wesentliche Grundsatz der probabilistischen Probenahme besteht darin, dass für jedes Teilchen oder Element in der Grundgesamtheit dieselbe Möglichkeit besteht, Teil der Probe zu werden. Die probabilistische Probenahme führt zu Grenzbedingungen für die angewendete Art der Probenahmeausrüstung, das Probenahmeverfahren (wo, wann, wie) und den Mindestumfang der Einzel- und Mischproben.

Probe: Anteil eines Materials, der aus einer größeren Menge dieses Materials ausgewählt wurde. Die Art der Auswahl der Probe sollte im Probenahmeplan beschrieben werden. Der Begriff „Probe“ sollte, wann immer dies möglich ist, in Kombination mit einem Bestimmungswort verwendet werden, zB Feldprobe, Laborprobe, da der Begriff allein nicht deutlich macht, auf welchen Schritt im Gesamtprobenahmeverfahren er sich bezieht.

Probenahme: Vorgang der Entnahme oder Zusammenstellung einer Probe

Probenahmebericht: Bericht, der dem Probenahmepersonal als Prüfliste dient und dem Untersuchenden alle erforderlichen Hinweise über die am Standort eingesetzten Probenahmeverfahren sowie weitere wichtige Beobachtungen liefert

Probenahmeplan: Vorbestimmte Vorgehensweise zu Auswahl, Entnahme, Konservierung, Transport und Vorbehandlung der Mengen, die der Gesamtheit als Probe entnommen werden

Probenahmepunkt:
Ort, von dem die Einzelprobe genommen wird

Probenahmetechnik: Alle geeigneten Verfahren und Probenahmegeräte, die sowohl vor Ort als auch während des Transports und im Labor für die Entnahme und Beschreibung von Proben des Materials angewendet werden. Die Auswahlkriterien der Probenahmetechnik bei der Probenahme sollten im Probenahmeplan beschrieben werden.

Probenahmeverfahren: Gesamter Probenahmevorgang, beginnend vom ersten Schritt, in dem die Zielsetzungen der Probenahme festgelegt werden, bis zum letzten Schritt, in dem die Daten anhand dieser Zielsetzungen analysiert werden

Probenehmer: Person oder Gruppe von Personen, die die Probenahme am Probenahmeort durchführt. Werkzeuge und andere Hilfsmittel zur Entnahme von Proben werden manchmal auch als „Probenehmer“ bezeichnet. In diesen Fällen sollte von „Probenahmegeräten“ oder „Probenahmeausrüstung“ gesprochen werden. Der Probenehmer sollte über spezifische Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich der Probenahme von Abfall verfügen. Im Probenahmeplan kann angegeben sein, dass Probenehmer und Erzeuger des Abfalls voneinander unabhängig sein müssen.

Probenmenge: Anzahl von Einheiten oder Masse, aus denen/der eine Probe besteht

Probenteilung: Vorgang, bei dem eine oder mehrere Teilproben von einer Probe aus einer Grundgesamtheit gewonnen wird/werden

Problemstoffe: Gefährliche Abfälle, die üblicherweise in privaten Haushalten, sowie, nach Art und Menge vergleichbar, bei anderen Abfallbesitzern anfallen

Projektleiter: Person, die für die Entwicklung des Probenahmeplans und des Untersuchungsprogramms verantwortlich ist

Prozessabluft:
Im Zuge von Prozessen freigesetzte Abluft

Prozessabwärme:
Im Zuge des biologischen Prozesses entstehende und frei werdende Wärme

Prozessregelung:
Vorgang, bei dem verfahrenstechnische Größen (= Regelgrößen) weitgehend selbsttätig auf vorgeschriebene Sollwerte gebracht und auf diese gehalten werden

Prozesssteuerung:
Vorgang, bei dem in Abhängigkeit von verfahrenstechnischen Größen (= Messwerten) manuell Maßnahmen gesetzt werden

Prozesswasser:
  Wasser, das bei Überschreitung der Wasserkapazität aus dem Rottegut austritt. Prozesswasser setzt sich aus Eigenfeuchtigkeit des Materials sowie aus endogenem Hydrolysewasser, das aufgrund mikrobieller Abbauprozesse entsteht, zusammen.

Psychrophile Phase:
Biotechnologische Prozessphase, in einem Temperaturbereich von 15 °C bis 25 °C, in dem psychrophile Mikroorganismen optimale Lebensbedingungen vorfinden

Psychrophiler Mikroorganismus: Mikroorganismus, der sich im Temperaturbereich von 0 °C bis 30 °C entwickelt und sein Temperaturoptimum zwischen 15 °C und 25 °C findet
 
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