Überprüfungsbeauftragter: Von der Qualitätssicherungsorganisation (QSO) bestimmte Fachanstalt oder -person, die mit der Produkt-und
Anlagenkontrolle beauftragt wird.
Der Überprüfungsbeauftragte darf weder Mitglied des Kollegialorgans der QSO noch ident sein mit der befugten
Fachperson/Fachanstalt (nach Kompostverordnung), von der die Kompostbeurteilung (externe Güteüberwachung)
vorgenommen wird.
Umhauster Anlagenteil:
Anlagenteil, der zum überwiegenden Zweck der Emissionsminderung (Lärm, Staub, Geruch u. dgl.) in geeigneter
Weise umbaut ist und mit oder ohne künstliche Be- und Entlüftung der Rottefläche ausgeführt sein kann
Umsetzen: Mechanisches Durchmischen des Rottegutes, um eine neue mikrobiell zugängige Kontaktoberfläche sowie
eine Homogenisierung und eine Vergrößerung des Porenvolumens zu erreichen
Umsetzgerät:
Maschine zum Umsetzen von Rottegut in Mietenform
Unterboden: Mineralischer Teil des Bodens, der dem Oberboden folgt und im Allgemeinen den (die) B- und C-Horizont(e)
umfasst
Untersuchte Menge:
Menge an Material, die aus der Untersuchungsprobe (oder, falls beide identisch sind, der Laboratoriums-
probe) entnommen wird und an der die Untersuchungen oder Beobachtungen tatsächlich durchgeführt werden
Untersuchungsprobe: Aus der Laboratoriumsprobe hergestellte Probe, aus der zu untersuchende Mengen entnommen werden
Vegetationsfähige Oberbodenschicht: Oberste durchwurzelbare Schicht, die auf Grund ihrer chemischen, physikalischen und biologischen Eigenschaften
die Fähigkeit besitzt, als Pflanzenstandort zu dienen
Vererdung: Gezielter, gesteuerter, biologischer Umwandlungsprozess, bei dem ein biologisch-chemisch-physikalischer
Umbau der organischen Materialien erfolgt
Verfügbares Wasser:
Differenz aus Wassergehalt bei Feldkapazität und Wassergehalt beim Welkepunkt (in cm3 je 100 cm3 Boden)
vW = FK – WP. Es bedeutet:
vW … verfügbares Wasser
FK … Feldkapazität
WP … Welkepunkt
Verpackung: Behältnis, in dem die Ware geliefert wird und in dem sie nach Anlieferung verbleibt
Verweilzeit: durchschnittliche Aufenthaltszeit des Substrats im Fermenter
Volllaststunden [h]: Mit Volllaststunden wird der Quotient aus
der Jahresenergieproduktion [kWh] einer Energie erzeugenden Anlage
(BHKW) dividiert durch deren Nennleistung [kW] bezeichnet. Das Ergebnis
ist ein rechnerischer Wert und gibt an, wie hoch die Auslastung der
Anlage ist.
Vorbehandlung:
Maßnahmen zur Vorbereitung von Abfallstoffen für bestimmte Behandlungsverfahren
Vorsortierung: Grobe Abtrennung von vorzugsweise Stör- und Problemstoffen vor der eigentlichen Aufbereitung
Wasserkapazität: Der unter festgelegten Bedingungen, besonders unter einer definierten Saugspannung (von zB minus 10 cm)
ermittelte mit Wasser gefüllte Volumenanteil der Probe
Welkepunkt (WP):
Wassergehalt bei 15 bar Saugspannung (in cm3 je 100 cm3 Boden)
Wertebereich: Durch konkrete (Analysen-)Werte eingegrenzter „Normalbereich“, häufig vorkommender Bereich oder angestrebter
Bereich von Parametern.
Der Wertebereich sollte vor allem Störungen oder nachhaltige Beeinträchtigungen der Funktionsleistung oder
Schädigungen bzw. Beeinträchtigungen von „Nachbarsystemen“ durch zu geringe oder zu hohe Konzentrations-
bzw. Gehaltsbereiche oder sonstiger Kennwerte aufzeigen. Dabei sind 3 Zielbereiche als Schwerpunkte
berücksichtigt:
- systemeigene Funktionen (Bodeneigenschaften und Stoffdynamik),
- Wirkungspfad Biosysteme (Schwerpunkt Pflanzen),
- Grundwasser.
Wirkungsgrad: Verhältnis von abgegebener Leistung (Pab=Nutzen) zu zugeführter Leistung (Pzu=Aufwand), z.B. Nutzenergie (Energie die dem Endnutzer als Energie zur Verfügung steht) zur eingesetzten Energie
Wurzelschicht, Wurzelraum: Durchwurzelbare Schicht als Lebensraum für Pflanzen und Bodenorganismen.
Die Schichtmächtigkeit der Wurzelschicht wird mit maximal 2 m festgesetzt.
Zerkleinerung:
Zerteilung eines Stoffgefüges unter Einwirkung mechanischer Kräfte
Zuluft: Zu biologischen Prozessen (durch Zwangsbelüftung) zugeführte Luft
Zuschlagstoff:
Stoff, der durch Beimischung zur Optimierung der chemisch-physikalischen oder biologischen Eigenschaften
des Rottegutes oder des Endproduktes führt
Zwangsbelüftung: Gesteuerte oder geregelte Luftversorgung des Rottegutes mittels Druck- oder Saugbelüftung
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