Europäische Normung CEN - ARGE ist vertreten


Nahezu sämtliche Untersuchungsmethoden, die für die Qualitätsbestimmung auch für Kompost relevant sind, liegen bereits als Europäische Normen für Bodenverbesserungsmittel & Kultursubstrate vor. Hierzu zählt u.a.: pH, elektrische Leitfähigkeit, Extraktionsmethoden zur Bestimmung der löslichen und Gesamtgehalte an Elementen, Organische Masse, Aschegehalt, Trockenmasse, Feuchtdichte, Trockendichte, Stickstoffbestimmung, Bestimmungsmethoden mit ICP, AAS, Probenahmevorschriften, etc..
 
Soweit verfügbar, wurden diese Methoden bereits 2001 in die Kompostverordnung aufgenommen.
 
Da im Auftrag der Europäischen Kommission in den letzten 4 Jahren eine Vielzahl von Analysemethoden im Rahmen eines Forschungsprojektes für eine gleichzeitige Anwendbarkeit für Klärschlamm, Boden und behandelten Bioabfall (Kompost) entwickelt wurden, geht es nun darum, seitens des TC 223, zu prüfen, in wie fern diese Methoden auch für Bodenverbesserungsmittel & Kultursubstrate geeignet sind und ggf. bestehende Normen ablösen können.
 
Seitens der Kompostwirtschaft gewinnt diese Frage zusätzlich durch das Abfallende-Projekt der EU an Bedeutung. Denn hier werden (wahrscheinlich bereits 2009) Qualitätskriterien für Kompost aus organischen Abfällen mit den zugehörigen Analyseverfahren festgelegt. Deren Einhaltung ist dann die Voraussetzung, um Komposte aus Abfällen als ‚PRODUKT’ auf den Markt bringen zu können. Das heißt auch in Österreich müssen dann diese Analyseverfahren angewandt werden.
 
Es ist daher von entscheidender Bedeutung, an der Entwicklung und Festlegung der Analysemethoden aus Kompostwirtschaftlicher Sicht aktiv mitzuarbeiten.
 
Lesen Sie dazu den Bericht der letzten Sitzungen am 4. und 5. Juni in Newbridge/Dublin.


Bericht_CENTC223_WG4_Newbridge Bericht_CENTC223_WG4_Newbridge, (128.16 kB )